Erinnerungen an Pauls kuriose Einschulung
Als Eltern von Paul finden wir es nicht schön, dass er sich plötzlich vom Adel abwendet und sein eigenes Leben leben möchte. Er wird sicher schnell merken, dass es sehr hart sein kann, sein Geld nur auf Grund harter Arbeit zu erwirtschaften.
Denn als er sich dazu entschloss, auszusteigen, strichen wir ihm auch jegliche finanzielle Unterstützung. Wenn er nicht mehr als Paul von Paulsdorf leben möchte, muss er auch mit den Konsequenzen leben können. Adel verpflichtet unserer Meinung nach auf jeden Fall, weshalb wir hoffen, dass unser Sohn irgendwann zu seinen Wurzeln zurückkehrt.
Gerne denken wir an die Einschulung von Paul zurück. Doch schon damals ließ er uns anmerken, dass er wenig mit Zwängen anfangen konnte. Mit seinem blauen Anzug aus hochwertigem Material stand er vor uns, grinste uns an und sprang einfach in jede Pfütze, die sich durch einen Regenfall gebildet hatte. Danach schnappte er sich seine üppig gefüllte Schultüte und stellte sich vor den Eingang der Schule. Das Foto, das dabei entstand, findet sich auch heute noch eingerahmt in unserer Schrankwand. Neben den anderen Adelskindern, die mit schicken Kleidern und Anzügen auf den ersten Schultag in der Privatschule warteten, wirkte Paul mit seiner verschmutzten Kleidung irgendwie schon etwas fehl am Platz.
Auch die Übernachtung im Aparthotel in München war eher eine Katastrophe, da Paul nie das machen wollte, was wir von ihm verlangten. Er hatte schon immer seinen eigenen Kopf, weswegen es uns nicht verwundert, dass er seine adelige Herkunft aufgeben möchte. Dennoch sind wir eine Familie und wollen unsere Traditionen noch an viele Generationen weitergeben. Aus diesem Grund hoffen wir, dass sich Paul seine Entscheidung noch einmal gut überlegt und denken bis dahin gerne an die verrückte Einschulung zurück.
Details Beitrag
Erstellt am 27. April 2011
um 6:49 am
Geschrieben / Erstellt von: Paul
Abgespeichert unter: Schule